Freitag, 30. Juni 2017

Aysenputtel (allein) in New York : Tag 8

Am 8. und vorletzten Tag bin ich wieder alleine losgezogen und wollte eine Big Bus City Tour machen. Nicht mehr so viel laufen, sondern nur gemütlich im Bus oder in der Kutsche sitzen und einfach die Gegende genießen.







Im ersten Teil der Tour konnte ich leider keine Fotos machen, da ich fast eine halbe Stunde lang eine Live-Schaltung bei Instagram gemacht habe. Ich hatte es meinen Freunden und Verwandten versprochen, dass ich es bei Gelegenheit mal tun werde. Das war eine gute Gelegenheit dafür, aber wirklich schade, dass ich keine Bilder von so vielen Orten machen konnte (z.B. Chinatown, Little Italy )

Dafür konnten aber viele meiner Freunde und Familie mit mir zusammen die Stadt erkunden und waren live dabei! Mit dem Kopfhörer in einem Ohr konnte ich für sie auch die entsprechenden Infos direkt weiterleiten und für sie den Reiseführer machen:)

Ich (die anderen Mädels auch) hatte(n) übrigens noch in Deutschland eine USA-Sim Karte bestellt. Es gab verschiedene Preisklassen, je nach GB Menge an Datenvolumen. Ich hatte die höchste (und teuerste) Version gewählt, ca. 70-80 €, hatte dafür aber wirklich freie Fahrt was Datenvolumen und telefonieren anging, auch nach Deutschland. Es war auch wichtig für uns, untereinander mit den Mädels zu kommunizieren, weil wir ja meistens getrennt voneinander unterwegs waren. Auch mit den anderen Freunden, mit denen ich mich oft verabredet und getroffen hatte, war die Kommunikation einwandfrei. Ich habe auch viele Fotos und Videos verschickt an Familie und viel gepostet auf Instagram.
Jeder kann für seine eigenen Bedürfnisse das entsprechende Angebot auswählen. Fängt schon bei ca. 20 € an. Kann ich jedem nur empfehlen.

Da es ein "Hopp on-hopp off" Bus war, konnte man beliebig ein-und aussteigen und den Nächsten nehmen, der ca. alle 20 Minuten hinterher kam. Somit konnte man nach Belieben die Orte auch zu Fuß erkunden und zwischendurch Pause machen.
 Im zweiten Bus fing es leider an zu regnen, aber auch das war kein großes Problem. Dann wechselte man einfach zum überdachten Teil des Busses oder bekam ein Raincoat vom Reiseführer.
Diese Tour war im NY-Pass auch inbegriffen.


Hier in dem Video zeigt der Reiseguide uns gerade das Dakota Building, wo John Lennon damals gewohnt hat und vor dessen Eingang er erschossen wurde.

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Hier kamen wir in Harlem an...




Unten rechts im Bild, das Gebäude mit der grünen Kuppel: Eine Moschee in Harlem.




Dann bogen wir wieder auf die 5th Avenue, nordöstlich vom Central Park, Richtung Guggenheim Museum.



Das Guggenheim Museum.



"The MET" Museum


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Dort stieg ich wieder aus und wollte bis zum Südosten des Central Parks spazieren...





Links von mir die 5th Avenue, rechts die Ostseite des Central Parks...





Diese Bilder sah man leider auch sehr oft in NY. Es gibt unheimlich viele Obdachlose dort. Überall wird man angebettelt.  Jemand hält Dir die Tür auf oder bietet Dir z.B. an, Dich zu fotografieren. "Oh , wie freundlich!" denkst Du Dir, und danach sagt er plötzlich: "I'm homeless M'am, please..."






Ich lief direkt auf die südöstliche Ecke des Central Parks zu, der Platz vor dem Hotel "The Plaza" (bekannt aus dem Film  "Kevin allein in New York"). Dort stehen u.a. die Pferdekutscher, welche mit den Touristen durch den Central Park kutschieren.

Eine Kutschfahrt durch den Central Park wollte ich auch noch machen, denn der Park ist unheimlich groß und zu Fuß kostet es sehr viel Zeit und irgendwann hat man einfach keine Lust mehr , ständig herumzulaufen. Meine durchschnittlich gelaufenen 20.000 Schritte, die Tage zuvor , hatten mir ehrlich gesagt gereicht.
Ich war ja alleine und handelte den ursprünglichen Preis von ca. 130 $ (der spinnt ja wohl!) runter, bis auf 60 $. Dafür fuhr er mich aber natürlich nur ca. 25 Minuten herum, statt 50. Pfff...  Was soll's,  es war ein einmaliges Erlebnis für mich und hat mir persönlich mehr Freude gemacht, als irgendwelche Schuhe oder Taschen:)





Der Bethesda Terrace ... Das "Herz des Parks"...
Im Film 'Fools Rush In' beschreibt ihn der Hauptdarsteller seiner mexikanischen Freundin als den einen Punkt, der ganz New York in sich zusammenfasst: "Es gibt einen Ort inmitten des Central Park, 'Bethesda Fountain'. Wenn Du lange genug dort sitzt, geht die ganze Stadt vorbei."


Im Hintergrund : The San Remo, mit den Zwillingstürmen. In diesem berühmten Gebäude wohnen sehr bekannte Promis wie z.B. Steven Spielberg, Dustin Hoffman, Bono , der sein Apartment von Steve Jobs kaufte -welcher die Immobile sehr aufwendig renovieren ließ, aber nach Auskunft des Maklers nie eine Nacht dort verbrachte- und Bruce Willis.
Madonna hat hingegen vergeblich versucht, ein Apartment in San Remo zu kaufen. Sie scheiterte am Widerspruch der Eigentümervertretung. Die Arme... Man wollte sie nicht haben in diesem "ehrenwerten Haus". Die würde ich aber auch nicht im Haus haben wollen. Jeden Abend wilde Partys... Nee, nee, lass mal.. :)




Die berühmte "Bow Bridge" aus vielen Filmen und Serien...



Der Kutschfahrer hielt zwischendurch mal an, damit ich aussteigen und Fotos machen konnte. Er machte sogar auch Fotos von mir, fand ich sehr nett von ihm.



Dann lief ich über den Columbus Circle direkt Richtung Times Square und zur nächsten Subway, um ins Hotel zu fahren.






Im Hotel angekommen, musste ich erst mal mein Handy aufladen, den ich dann auch dort lassen musste. Weil es unser letzter Abend war, gingen wir mit den Mädels noch was leckeres Essen und danach noch irgendwo in eine Bar, um den letzten Abend in New York noch gemütlich und gesellig ausklingen zu lassen.
Für diesen Tag hatte es sich also ausfotografiert.

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Demnächst: 9. und letzter Tag vor dem Abflug

Dafür dass es unser letzter Tag war habe ich aber noch so einiges machen können, weil ich früh aufgestanden bin:

-"Lavain Bakery" und die besten Cookies von New York
- Dakota Building, auf den Spuren von John Lennon, Strawberry Fields
-Ein letztes Mal Central Park und Abschied nehmen von meinem Lieblingspark
-Abstecher in den Times Square, ein letztes Geschenk besorgen im Starbucks NY
-Noch den Wunsch vom Herzmann erfüllt: National Museum of the American Indian

Und das alles bis 14 Uhr!! Gut, oder?;)




Donnerstag, 29. Juni 2017

Aysenputtel (allein) in New York : Tag 7 - Aysenputtel allein in Philadelphia


Am 7.Tag, am 28.6., war ein wichtiger Nationalfeiertag in den USA.

"Der Memorial Day (übersetzt Gedenktag) ist ein US-amerikanischer Feiertag, der jedes Jahr am letzten Montag im Mai zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird." (Quelle: Wikipedia)

Deswegen waren die U-Bahnen und Straßen um 6 Uhr morgens noch ziemlich leer.
Ja, schon um 6 Uhr morgens war ich auf den Beinen und unterwegs! (Und wieder ganz alleine) Um 7 Uhr sollte nämlich unser Reisebuss losfahren, nach Philadelphia. Heute war ein Tagesausflug angesagt, den ich auch bereits in Deutschland vorgebucht hatte.

In der U-Bahn, unterwegs nach Uptown, waren nur vereinzelt Menschen, wovon einige noch nicht so ganz wach waren. Laa-leee-luuu.... Nur die Frau in der U-Bahn schaut zuuu... Hach, sie sind so friedlich, wenn sie schlafen, die Amis :)

Ich habe wahrscheinlich das erste und letzte Mal die menschenüberfülltesten Ecken von NY so leer gesehen. Der Anblick hatte schon was von einem gruseligen Sience Fiction Film. Spooky!



Hier unten die Times Square, links auf dem Bild die berühmte rote Treppe. Völlig leer!  Nur vereinzelt ein paar Gestalten... Von wegen "the city that never sleeps", pah!


Schließlich fand ich meinen Treffpunkt zum Bus. Internet und Google Maps, i ♥ you!!




Um 7:15 Machten wir uns auf dem Weg nach Philadelphia und warfen noch einen Blick auf die Skyline...



In Philadelphia angekommen, ging es auch sofort mit Historischem los. Independence National Historical Park und die berühmte Liberty Bell.

Für die, die es interessiert:

"Liberty Bell (englisch für Freiheitsglocke) ist der Name der Glocke, die geläutet wurde, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung in Philadelphia am 8. Juli 1776 zum ersten Mal auf dem Independence Square (Unabhängigkeitsplatz) in der Öffentlichkeit verlesen wurde.

Die Glocke wurde anlässlich der Fünfzigjahrfeier der Charta über die Religionsfreiheit Pennsylvanias 1752 in London von Whitechapel Bell Foundry gegossen und 1753 im State House (heute Independence Hall) aufgehängt. Noch bevor sie aufgehängt wurde, entdeckte man in ihr einen Riss, woraufhin sie von zwei Handwerkern aus Philadelphia, John Stow und John Pass, neu gegossen wurde.
Die Glocke trägt die Inschrift: Proclaim Liberty throughout all the land unto all the inhabitants thereof („Verkünde Freiheit im ganzen Land für alle seine Bewohner“; vgl. Lev 25,10 EU).
Das Besondere an der Glocke ist ein Riss im Klangkörper, der über mehr als die halbe Höhe der Glocke führt und sie funktionsunfähig macht. Wann genau dieser Sprung entstanden ist, ist bis heute unklar, so wie viele Geschichten um die Glocke nur unzureichend belegt und eher anekdotisch sind. Es ist nur bekannt, dass er zwischen den Jahren 1817 und 1846 entstand. Einem historisch umstrittenen Bericht zufolge soll die Glocke im Jahr 1846 zum Geburtstag von George Washington das letzte Mal geschlagen haben, wobei sich der Riss irreparabel vergrößert haben soll.
Heute hängt die Glocke im Liberty Bell Pavillon, das zum Independence National Historical Park von Philadelphia gehört, und gilt immer noch als ein wichtiges amerikanische Symbol von Freiheit und Demokratie. Der Eintritt in den Pavillon ist frei. Die Geschichte der Glocke liegt übersetzt in mehreren Sprachen vor, darunter auch auf Deutsch.
Die Liberty Bell gehört als Teil der Independence Hall zum Weltkulturerbe der UNESCO." (Quelle: Wikipedia)




Der damalige Kongress, bevor es nach Washington DC. ging...
Hier nahm auch George Washington seinen Amtsschwur ab.

Dann haben wir die älteste Straße Philadelphias besucht. Fand ich sehr schön und interessant. Es erinnerte mich stark an Holland.








Danach fuhren wir zum Betsy Ross House. Eine wichtige Persönlichkeit in den USA, denn sie gilt als die Frau, die die erste amerikanische Flagge genäht haben soll. Ob es zu 100% stimmt, weiß man nicht so genau, aber die Geschichte erzählt man sich da und es kommt natürlich auch gut bei den Touris an. Vielleicht stimmt sie ja...



Nach einer "kleinen" Stärkung ging es weiter...






...und zwar in Richtung "Museum of Art", zu den berühmten Rocky Steps.
Hier in Philly gibt es übrigens auch ein China Town, wie in NY (Foto oben rechts)


Kurz bevor wir am Museum ankamen, wurden wir im Bus gut darauf eingestimmt.
Ach, die spinnen doch, die Amis!:)
Seht selbst:

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So, und datt hatten se getz davon! Was macht Aysenputtel, nach dem sie diese Rocky-Musik gehört hat? Na?

Genau!

Macht Platz, ich bin Touri!






* mit slow motion stimme*   "Aaaaadriaaaaaaaaaaaan!!!!!!

Ok, ich kam mir für einen klitzekleinen Moment vor wie ein Box Champion im Schwergewicht. Wobei... Das mit dem Schwergewicht schon etwas länger anhält *hüstel*







Jaaa, die Rocky Statue gibt es wirklich! Aber da kann man nicht mal eben ein Foto mit ihm machen. Dafür muss man mind. 10 Minuten in der Schlange anstehen. Darauf konnte ich gut verzichten und machte eben ein Foto von der Statue,  aus der unmittelbaren Nähe.


Danach fuhren wir weiter nach Lancaster. Also nochmal eine Stunde weiter. Insgesamt 3 Stunden von NY entfernt.
Lancaster /Pennsylvania... Da , wo die meisten  Amishen wohnen.


"...und auf der rechten Seite sehen sie: Grün. Soweit das Auge reicht."


Ein Amish fuhr uns mit seiner Pferdekustche durch die Gegend. Das gehörte zum Touristen-Programm.



Er fuhr uns durch seine Wohngegend, seine Frau bot uns selbstgebackene Kekse an. Natürlich gegen Geld.



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Ich hatte gehofft, dass wir mehr aus dem Leben der Amishen erfahren würden, wie sie leben, wie es in ihren Häusern aussieht z.B, aber mehr als eine Kutschfahrt mit einem von ihnen und währenddessen ein bisschen Small Talk gab es nicht. Ich saß direkt vorne neben ihm und wir unterhielten uns ein wenig, auch in Deutsch. Denn sie kommen ja urpsrünglich aus Süddeutschland und der Schweiz. Untereinander sprechen sie Pennsylvaniadeutsch, was kaum verständlich für uns ist. Er konnte auch nur sehr wenig deutsch.

 Und dann fuhren wir wieder zurück zum Buss. Der Amish bekam von jedem ein paar Dollar zugesteckt und hatte seinen Touri-Dienst erwiesen. So ganz wie im 17.Jahrhundert leben ist wohl nicht drin, auch für die Amischen nicht. Alles nur wegen diesem verfluchten Kapitalismus, ey!;)

Ein ausgiebiges Päuschen gab es dann schließlich in diesem Dorf, der wohl eher für die Touris ausgelegt war. Kam mir schon wie auf einer Butterfahrt vor, wo man nur in irgendwelche Einkaufsorte abgeschoben wurde.

Gegen späten Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück... Goodbye Lancaster, goodbye Philadelphia!



Hellooo New York! How are yoouuuu?



Welcome to New York!


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Demnächst:  Tag 8

- Big Bus City Tour durch New York (u.a. durch Harlem)
-Spaziergang am Guggenheim und am MET vorbei
-Eine Kutschfahrt durch den Central Park

See ya , guys!