Dienstag, 4. Juli 2017

Aysenputtel (allein) in New York - The End

Alles hat nun mal ein Ende, auch ein wahrgewordener Traum. *schnief*

Und somit war mein letzter Tag in New York nun da.
Ich wollte unbedingt noch einiges machen  bevor unser Taxi kommen sollte, um 14 Uhr.
Bin also wieder ganz früh aufgestanden, um alles zu schaffen.
Ich wollte unbedingt noch die -von allen empfohlenen- angeblich leckersten Cookies von NY probieren. Da sich diese berühmte "Levain-Bakery" Nähe des Dakota Buildings befand (wo John Lennon gewohnt und später vor diesem Gebäude erschossen wurde) und da dieses Gebäude sich wiederum direkt westlich des Central Parks befand, bin ich also vom Süden (Lower Manhatten) mit der U-Bahn losgefahren, zur Upper West Side, zur 66 Street Station, Lincoln Center.

Da ich von dieser Bakery wusste, dass sich dort immer lange Schlangen bildeten und man lange Wartezeit hatte, dachte ich , dass ich ganz früh da sein sollte, noch bevor es öffnete, um 8 Uhr.
Tatsächlich war ich um 7:55 dort und sogar dann standen schon einige Personen vor mir.

Ich ließ mir ein paar Cookies als Geschenk einpacken (die ich nach D mitnehmen, meinen Söhnen und einer Freundin/Arbeitskollegin mitbringen wollte). Es war mal wieder -oh Wunder!- ein monströses Ding, was absolut phantastisch schmeckte, da es auch noch super frisch gebacken war. Die Schokostückchen und ich schmolzen so dahin...mmmhh... Aber ich aß es nicht dort sofort, sondern ließ auch meinen einpacken, nahm noch einen Coffee to go mit und plante, es gemütlich und genüsslich im Central Park zu verspeisen. Ja, ich wollte mein letztes Frühstück in NY im Central Park einnehmen.
SO viel Zeit musste nun sein!

Aber zunächst wollte ich erst mal am Dakota Building vorbei.


Dort angekommen, schaute ich es mir noch mal aus der Nähe an, machte ein paar Fotos und lief weiter zum Park, der nur ein paar Schritte entfernt war.

Hier vor dem Eingang zum Dakota Building wurde John Lennon, am 8. Dezember 1980,  von einem Psychopathen Namens Mark David Chapman erschossen. Noch einige Stunden vorher hatte er ihm ein Autogramm gegeben, auf dessen Wunsch, fragte noch ganz freundlich, ob er noch was für ihn tun könne.
Chapman hatte schon monatelang diesen Mord geplant. Obwohl er die Beatles jahrelang verehrte, fing er an, einen Groll gegen Lennon zu entwickeln, als der in einem Interview sagte: "Wir sind bekannter als Jesus", denn Chapman war ein sehr religiöser Mensch (obwohl seine Gedanken gar nicht christlich waren...)

Aber erst als er Videoaufnahmen von Lennon sah, auf dem Dach vom Dakota Building, war es für ihn klar: Lennon musste sterben.
" Ich  weiß noch, wie ich auf die Bilder starrte und dachte: Was , wenn ich ihn umbrächte?"  erinnerte er sich in einem Interview.  In Chapmans bizarrer Welt war der Ex-Beatle ein Verräter. Im Song "Imagine" hatte er doch den Besitztümern abgeschworen, aber jetzt sah Chapman in ihm nur noch einen Lügner, einen Multimillionär, der Hoffnung vermarktete und der sich über Religion lustig machte.

Dann schoss er ihm genau vier Mal in den Rücken. Lennon verblutete... John Lennon, der legendäre Musiker , der  "Imagine all the people living life in peace" sang und die Botschaft hatte: Nächstenliebe und Weltfrieden...



Ich lief rüber zu Central Park... Wo man von diesem West -Eingang aus auch direkt auf "Strawberry Fields" zulief....





Dann setzte ich mich  am "The Lake" auf eine Bank, mit Blick auf die "Bow Bridge"  und konnte endlich frühstücken. Die Choco-Walnut Cookies sind wirklich empfehlenswert!

Die Cookies waren der Hammer, aber ich muss übrigens sagen, dass ich nur von den NY Cheescakes arg enttäuscht war. Ich habe an 4 verschiedenen Stellen einen Cheesecake probiert und fand alle abartig eklig, ohne Übertreibung. Es war, als wenn ich gesüßte und gesalzene, zähe  Butter essen würde, keinen Vergleich zu unserem Käsekuchen hier, nicht ein bisschen. Den muss ich definitiv nicht nochmal haben...






Ich sog noch mal alle Eindrücke in mich auf und verabschiedete mich  vom Central Park...

-Hello Sentr'l Park, hier is Aysenputtel spieking...
-Ooh, helloooo *träller* , how are yooouu?? (Who the f... is Aysenputt'l??? *grummel*)
- Äh... Ei hef tu lief juh nau, juh now? Ei hef tu go beck tu Dschörmenie tudey... anfortsch'netlie... 
-Aaaaaaww, are you serios , honey? Oh my goood, that's sooo saaad! (Who cares, bitch?! I don't give a damn!)
-Ei now, juh ar ohlsso sed ebaut set, bat ei'll bi beck, ei swör... Gud bei Sentr'l Park, gud bei Nu York, ei law juh.
- Bye byeeee.... Have a nice trip (f... off , f...ing stupid tourist, stop annoying me...)


New York hat mich auch ins Herz geschlossen! *schluchz*




Dann lief ich Richtung Times Square, um noch ein paar letzte Besorgungen zu machen.


Eine Sammlertasse für eine Freundin und für mich, vonStar Bucks und noch einige Mitbringsel aus'm m&m Store.




Die Verabschiedung vom Times Square verlief nicht so emotional, wie im Central Park. Wir warfen uns nur ein paar traurige Blicke zu. Wir verstanden uns auch ohne Worte, wir beide.... *seufz*


Huch!?  Wer ist denn die da im Bild, rechts unten?? Hat die etwa auch einen Cheescake gegessen?



Als ich wieder bei uns am Hotel ankam, im Financial District (siehe Charging Bull), wollte ich noch ganz schnell ins Indianer-Museum. Mein Mann ist nämlich ein sehr großer Indianer Fan und interessiert sich  für alles, was mit Indianern zu tun hat. Ich hatte ihm von diesem Museum erzählt und er bat mich, für ihn da rein zu gehen und ein paar Fotos zu machen (der Eintritt war übrigens umsonst).
Versprochen ist versprochen!




War schon sehr interessant dort...












Mode, inspiriert von den Indianern...




Und aus dem Souvenir Shop, brachte ich ihm eine Kleinigkeit mit, die gerade noch auf der Showbühne im NY'er Museum lag ....

...und jetzt im Auto meines Mannes hängt.



Ich lief wieder raus und direkt ins Hotel, wo auch bald unser Taxi uns zum Flughafen bringen sollte...







Zuhause angekommen, konnte ich am nächsten Tag direkt in die Türkei weiter fliegen, noch bevor ich meinen Koffer ganz ausgeräumt hatte. Aber das hatte ich hier ja schon mal kurz erwähnt...
Meinem Papa geht es erst mal gut soweit.
Er raucht weiter  fröhlich keuchend vor sich hin....


Aber der Koffer wird in genau 50 Tagen wieder gepackt, dann geht es noch mal in die Türkei, zum gemeinsamen Jahresurlaub.

Bis dahin wird erst mal weiter geschuftet.
Apropos- ich muss weg! Hoffe, es hat Euch gefallen.  Man liest sich!;)

Freitag, 30. Juni 2017

Aysenputtel (allein) in New York : Tag 8

Am 8. und vorletzten Tag bin ich wieder alleine losgezogen und wollte eine Big Bus City Tour machen. Nicht mehr so viel laufen, sondern nur gemütlich im Bus oder in der Kutsche sitzen und einfach die Gegende genießen.







Im ersten Teil der Tour konnte ich leider keine Fotos machen, da ich fast eine halbe Stunde lang eine Live-Schaltung bei Instagram gemacht habe. Ich hatte es meinen Freunden und Verwandten versprochen, dass ich es bei Gelegenheit mal tun werde. Das war eine gute Gelegenheit dafür, aber wirklich schade, dass ich keine Bilder von so vielen Orten machen konnte (z.B. Chinatown, Little Italy )

Dafür konnten aber viele meiner Freunde und Familie mit mir zusammen die Stadt erkunden und waren live dabei! Mit dem Kopfhörer in einem Ohr konnte ich für sie auch die entsprechenden Infos direkt weiterleiten und für sie den Reiseführer machen:)

Ich (die anderen Mädels auch) hatte(n) übrigens noch in Deutschland eine USA-Sim Karte bestellt. Es gab verschiedene Preisklassen, je nach GB Menge an Datenvolumen. Ich hatte die höchste (und teuerste) Version gewählt, ca. 70-80 €, hatte dafür aber wirklich freie Fahrt was Datenvolumen und telefonieren anging, auch nach Deutschland. Es war auch wichtig für uns, untereinander mit den Mädels zu kommunizieren, weil wir ja meistens getrennt voneinander unterwegs waren. Auch mit den anderen Freunden, mit denen ich mich oft verabredet und getroffen hatte, war die Kommunikation einwandfrei. Ich habe auch viele Fotos und Videos verschickt an Familie und viel gepostet auf Instagram.
Jeder kann für seine eigenen Bedürfnisse das entsprechende Angebot auswählen. Fängt schon bei ca. 20 € an. Kann ich jedem nur empfehlen.

Da es ein "Hopp on-hopp off" Bus war, konnte man beliebig ein-und aussteigen und den Nächsten nehmen, der ca. alle 20 Minuten hinterher kam. Somit konnte man nach Belieben die Orte auch zu Fuß erkunden und zwischendurch Pause machen.
 Im zweiten Bus fing es leider an zu regnen, aber auch das war kein großes Problem. Dann wechselte man einfach zum überdachten Teil des Busses oder bekam ein Raincoat vom Reiseführer.
Diese Tour war im NY-Pass auch inbegriffen.


Hier in dem Video zeigt der Reiseguide uns gerade das Dakota Building, wo John Lennon damals gewohnt hat und vor dessen Eingang er erschossen wurde.

video


Hier kamen wir in Harlem an...




Unten rechts im Bild, das Gebäude mit der grünen Kuppel: Eine Moschee in Harlem.




Dann bogen wir wieder auf die 5th Avenue, nordöstlich vom Central Park, Richtung Guggenheim Museum.



Das Guggenheim Museum.



"The MET" Museum


video

Dort stieg ich wieder aus und wollte bis zum Südosten des Central Parks spazieren...





Links von mir die 5th Avenue, rechts die Ostseite des Central Parks...





Diese Bilder sah man leider auch sehr oft in NY. Es gibt unheimlich viele Obdachlose dort. Überall wird man angebettelt.  Jemand hält Dir die Tür auf oder bietet Dir z.B. an, Dich zu fotografieren. "Oh , wie freundlich!" denkst Du Dir, und danach sagt er plötzlich: "I'm homeless M'am, please..."






Ich lief direkt auf die südöstliche Ecke des Central Parks zu, der Platz vor dem Hotel "The Plaza" (bekannt aus dem Film  "Kevin allein in New York"). Dort stehen u.a. die Pferdekutscher, welche mit den Touristen durch den Central Park kutschieren.

Eine Kutschfahrt durch den Central Park wollte ich auch noch machen, denn der Park ist unheimlich groß und zu Fuß kostet es sehr viel Zeit und irgendwann hat man einfach keine Lust mehr , ständig herumzulaufen. Meine durchschnittlich gelaufenen 20.000 Schritte, die Tage zuvor , hatten mir ehrlich gesagt gereicht.
Ich war ja alleine und handelte den ursprünglichen Preis von ca. 130 $ (der spinnt ja wohl!) runter, bis auf 60 $. Dafür fuhr er mich aber natürlich nur ca. 25 Minuten herum, statt 50. Pfff...  Was soll's,  es war ein einmaliges Erlebnis für mich und hat mir persönlich mehr Freude gemacht, als irgendwelche Schuhe oder Taschen:)





Der Bethesda Terrace ... Das "Herz des Parks"...
Im Film 'Fools Rush In' beschreibt ihn der Hauptdarsteller seiner mexikanischen Freundin als den einen Punkt, der ganz New York in sich zusammenfasst: "Es gibt einen Ort inmitten des Central Park, 'Bethesda Fountain'. Wenn Du lange genug dort sitzt, geht die ganze Stadt vorbei."


Im Hintergrund : The San Remo, mit den Zwillingstürmen. In diesem berühmten Gebäude wohnen sehr bekannte Promis wie z.B. Steven Spielberg, Dustin Hoffman, Bono , der sein Apartment von Steve Jobs kaufte -welcher die Immobile sehr aufwendig renovieren ließ, aber nach Auskunft des Maklers nie eine Nacht dort verbrachte- und Bruce Willis.
Madonna hat hingegen vergeblich versucht, ein Apartment in San Remo zu kaufen. Sie scheiterte am Widerspruch der Eigentümervertretung. Die Arme... Man wollte sie nicht haben in diesem "ehrenwerten Haus". Die würde ich aber auch nicht im Haus haben wollen. Jeden Abend wilde Partys... Nee, nee, lass mal.. :)




Die berühmte "Bow Bridge" aus vielen Filmen und Serien...



Der Kutschfahrer hielt zwischendurch mal an, damit ich aussteigen und Fotos machen konnte. Er machte sogar auch Fotos von mir, fand ich sehr nett von ihm.



Dann lief ich über den Columbus Circle direkt Richtung Times Square und zur nächsten Subway, um ins Hotel zu fahren.






Im Hotel angekommen, musste ich erst mal mein Handy aufladen, den ich dann auch dort lassen musste. Weil es unser letzter Abend war, gingen wir mit den Mädels noch was leckeres Essen und danach noch irgendwo in eine Bar, um den letzten Abend in New York noch gemütlich und gesellig ausklingen zu lassen.
Für diesen Tag hatte es sich also ausfotografiert.

video


Demnächst: 9. und letzter Tag vor dem Abflug

Dafür dass es unser letzter Tag war habe ich aber noch so einiges machen können, weil ich früh aufgestanden bin:

-"Lavain Bakery" und die besten Cookies von New York
- Dakota Building, auf den Spuren von John Lennon, Strawberry Fields
-Ein letztes Mal Central Park und Abschied nehmen von meinem Lieblingspark
-Abstecher in den Times Square, ein letztes Geschenk besorgen im Starbucks NY
-Noch den Wunsch vom Herzmann erfüllt: National Museum of the American Indian

Und das alles bis 14 Uhr!! Gut, oder?;)